Landes-Info
Fläche (km²): 1996: 1 030 700
Einwohner in Tausend: 1996: 2 332 Einw.
Einwohner je km² 1996: 2,30
Bevölkerung: Mauretanier; (Z 1988) 1 864 236 Einw. — 81% arabisch-berberische Mauren; Schwarzafrikaner, ( 7% Wolof, 5% Toucouleur, 3% Soninke, 1% Fulbe, Bambara, Sarakolé u.a.); 5 000 Europäer (meist Franzosen)
Anteil städtischer Bevölkerung in %: 53

Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen:
Bei Einreise ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben für Reisende, die länger als 14 Tage im Land bleiben.
Empfohlene Impfungen:
Gelbfieber, Tetanus/Diphtherie, Polio, Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus
Malariagefährdung:
Mittleres Risiko ganzjährig in allen Landesteilen südlich 19° nördlicher Breite.
B-Region nach WHO; Empfehlung: Mückenschutzmittel, bedeckende Kleidung nach Sonnenuntergang, medikamentöse Vorbeugung oder Mitnahme eines Stand-by-Präparates nach Verordnung durch Ihren Arzt.
Weitere Erkrankungen:
Drakunkulose. Verbreitung: Mittelgradig verbreitet.
Bilharziose (S. haematobium).
Verbreitung: Mittelgradig verbreitet.
Allgemeine Hinweise:
Das Auswärtige Amt sieht keinen Anlass, unter Sicherheitsaspekten von
Reisen nach Mauretanien abzuraten.
Bei Reisen mit dem eigenen Fahrzeug ist darauf hinzuweisen, dass auf
mauretanischen Strassen unbeleuchtete Fahrzeuge, Sandverwehungen, überquerende
Kamele, Esel und Ziegen häufige Unfallursachen darstellen. Auch ist
mauretanisches Fahrverhalten oft unberechenbar. Bei Wüstenstrecken siehe
Hinweis zur Banc d’Arguin.
Region Westsahara
Die Einreise auf dem Landweg sollte in der Region Westsahara
ausschliesslich über die gekennzeichnete Strassen erfolgen. Wegen nicht
gekennzeichneter Minenfelder ist jedes Verlassen der Strassen mit Lebensgefahr
verbunden. Da der ca. 20 km breite verminte Streifen Niemandsland vor
dem ersten mauretanischen Grenzposten ohne Militärbegleitung durchquert
werden muss, ist hier ganz besonders darauf zu achten, die ausgefahrene Piste
nicht zu verlassen.
Banc d’Arguin
Die Strecke von ca. 500 km, die von Nouadhibou durch den Nationalpark Banc
d’Arguin nach Nouakchott führt, weist keinerlei Versorgungspunkte auf und
sollte nur mit einem ortskundigen Führer, GPS sowie im Konvoi befahren
werden. Vorräte an Wasser, Nahrung und Treibstoff sollten für mehrere Tage
ausreichen.
Zuverlässige Führer können im Büro des Nationalparks in Nouadibou
(Antenne Banc d’Arguin) erfragt werden. Dort ist auch die Gebühr von 800
Ouguiya/Person/Tag an Parkgebühren zu zahlen.
Immer wieder bleiben Fahrzeuge auf den Wüstenpisten oder auf dem 200 km
langen Strandabschnitt, der bei Ebbe befahrbar ist, stecken und können nicht
immer geborgen werden. Der Verlust des Fahrzeugs sollte unbedingt einem der nächstgelegenen
Gendarmerieposten gemeldet werden (Ausstellung eines Protokolls), da ansonsten
bei Ausreise ohne Fahrzeug hohe Zollgebühren entrichtet werden müssen.
Dieses Protokoll kann nicht erst in Nouakchott ausgestellt werden!
Bei Notfällen können über die Frequenzen UKW 82 30 oder Kurzwelle 10030
jeweils um 9 h, 12 h, 14 h und 18 h die Radiostationen der Banc d’Arguin
erreicht werden.
Eine Übernachtungsmöglichkeit gibt es in Iwik, ca. 200 km von Nouadhibou
entfernt (beim "Point de Passage Tenalloul" nach Iwik abbiegen, ca.
12 km). Dort werden Zelte zur Verfügung gestellt, auf Wunsch auch einfache
Fischgerichte zubereitet (Zelt für 2 Pers.: 3000 UM/Nacht).
Grenzgebiet zu Algerien und Mali
Im Grenzgebiet zu Algerien und Mali ist es in der Vergangenheit
gelegentlich zu Überfällen auf Touristenfahrzeuge durch bewaffnete Banden
gekommen.
Stadt Nouakchott
In letzter Zeit wurden häufiger Polizeikontrollen durchgeführt, so dass
grundsätzlich immer Ausweispapiere mit sich geführt werden sollten.
Ansonsten besteht die Gefahr, eine Nacht auf dem Polizeirevier zu verbringen.
Am Strand von Nouakchott ist es vereinzelt zu Überfällen gekommen,
insbesondere zu Zeiten, an denen der Strand wenig frequentiert wird.