Das Auswärtige Amt sieht keinen Anlass, von Reisen nach Laos generell
abzuraten. Die nachstehenden Sicherheitshinweise sollten jedoch unbedingt
beachtet werden.
Die Fortbewegung auf dem Land- und Luftweg, aber auch per Boot ist
witterungsbedingt nicht immer ohne Risiko möglich; entsprechend der
Jahreszeit stehen bestimmte Transportmittel nicht oder nur eingeschränkt zur
Verfügung.
Zwei Abstürze im Norden des Landes im Jahre 2000 unterstreichen, dass die
Flugbedingungen in Laos generell, insbesondere Flugbetrieb, Ausbildung und
Wartung bei der einzigen im Inlandsflugverkehr operierenden Fluglinie "LAO
AVIATION" noch nicht den international gültigen Sicherheitsstandards
entsprechen. Vor der Benutzung im Einsatz befindlicher alter Maschinen
chinesischer Herkunft (Y12, Y7) wird gewarnt. Auch die Benutzung der im
nationalen und internationalen Flugbetrieb eingesetzten französischen
ATR-Maschinen kann derzeit nur bedingt empfohlen werden. Nicht zuletzt
angesichts der Risiken, die von häufig wechselnder Witterung ausgehen, sollte
bei Reisen innerhalb von Laos der Landweg benutzt werden.
Jedoch ist bei der Benutzung der Landwege im nördlichen Landesteil, wo die
Haupttouristenziele Luang Prabang und Ebene der Tonkrüge liegen, insofern
Vorsicht geboten, als die Straßen teilweise durch unsichere Gebiete
(insbesondere die Bergregion zwischen Phoukhoun und Phoukout sowie die
Distrikte Paxai und Muang Khoun in der Provinz Xiengkhouang) führen, in denen
sich in den vergangenen Jahren, aber auch jüngst wieder mehrfach bewaffnete
Überfälle und Anschläge ereignet haben. Reisen zur Ebene der Tonkrüge
sollten sich auf die ausgewiesenen Touristenziele beschränken und unter allen
Umständen nur in Begleitung ortskundiger Reiseführer stattfinden.
Seit Ende März 2000 kam es in Vientiane und anderen Orten wiederholt zu
politisch motivierten Sprengstoffanschlägen. Es waren mehrere Todesfälle
sowie Verletzungen und Sachschäden zu beklagen. Die Sprengstoffanschläge
trafen u. a. den Inlandsterminal des Vientianer Flughafens, ein Hotel, das
Hauptpostamt in Vientiane, den größten Markt, den zentralen Überland-Busbahnhof
und den Grenzübergang nach Thailand an der Freundschaftsbrücke. Die
laotische Regierung hat inzwischen eine Reihe zusätzlicher Schutzmaßnahmen
ergriffen. Besucher sollten sich dennoch bewusst sein, dass weitere Anschläge
nicht auszuschließen sind.
Obwohl Laos insgesamt ein Reiseland mit derzeit geringem Kriminalitätsrisiko
ist, darf nicht übersehen werden, dass insbesondere in Vientiane sowohl Diebstähle
als auch Raub von Geld und Wertgegenständen zu verzeichnen sind. In letzter
Zeit wird auch von Einzelfällen sexueller Gewaltanwendung gegen Touristinnen
berichtet.
Auf den Wasserwegen in Laos verkehren Schnellboote ("Speed Boats"),
die mit halsbrecherischer Geschwindigkeit Personentransporte durchführen. Es
kommt mit diesen Booten immer wieder zu Unfällen, oftmals mit tödlichem
Ausgang. Da auf fast allen Strecken auch normale Boote (sog. "Slow-Boats")
verkehren, sollte auf die Benutzung der Schnellboote unbedingt verzichtet
werden.