Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Südkirgisistan.
Wegen bewaffneter Auseinandersetzungen kirgisischer Sicherheitskräfte
mit Freischärlergruppen im Südwesten Kirgisistans warnt das Auswärtige
Amt vor Reisen in das ländliche Gebiet entlang der kirgisisch usbekischen
Grenze um das Ferganatal und in das Länderdreieck Kirgisistan,
Tadschikistan, Usbekistan (in erster Linie Batgen-Oblast). Auch die Gegend
um den bei Bergsteigern populären Pik Lenin ist, trotz aller militärischen
Sicherheitsvorkehrungen dort, nicht ohne Gefahren. Von Expeditionen zum Pik
Lenin wird abgeraten. Die ländlichen Gebiete entlang der
usbekisch-kirgisischen Grenze und zu Tadschikistan sind zusätzlich vermint.
Es besteht dort akute Minengefahr.
In dieser Region wurden 1999 japanische Geologen für Monate als Geiseln
genommen. Im Jahr 2000 sind ausländische, darunter auch deutsche,
Bergsteiger unter Lebensgefahr ! nur knapp entronnen.
Für die anderen Landesteile der Kirgisischen Republik gibt es derzeit
noch keinen Anlass von Reisen abzuraten, auch wenn die Möglichkeit
vereinzelter Terroranschläge nicht völlig ausgeschlossen werden kann.
Reisende sind verpflichtet, sich innerhalb von drei Arbeitstagen beim
zuständigen Meldeamt (OVIR) anzumelden. Während des Aufenthalts in
Kirgisistan sollten Reisende stets ihren Reisepass oder eine Passkopie mit
sich führen. Die kirgisische Polizei hat das Recht, Reisende, die keinen
Pass vorweisen können, zu verhaften. In der Hauptstadt Bischkek wie
in anderen Landesteilen sind Raubüberfälle und Taschendiebstähle -
teilweise begangen von Personen in Milizuniformen - vor allem nach Einbruch
der Dunkelheit nicht selten. Ausländer sind besonders gefährdet.
In jüngster Zeit kommt es häufiger vor, dass Polizeikontrollstellen vor
allem an Busbahnhöfen unter dem Vorwand einer Passkontrolle Schmiergelder
von westlichen Reisenden in Höhe von bis zu mehreren 100 Dollar erpressen.
Neuerdings wird von Touristen für Wanderungen im Hochgebirge Tienshan eine
Gebühr von 30,- US $ erhoben. Bei Pauschalreisen ist die Gebühr in der
Regel bereits im Reisepreis enthalten.